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WHD-Bohrverfahren




WHD-Bohrverfahren

Im Hause BHG Brechtel GmbH wurde in mehrjähriger Entwicklungsarbeit unter Leitung von Herrn Horst Derwand und in Zusammenarbeit mit dem Konstruktionsbüro IB Philipp Dieterle GmbH und namhaften Unternehmen aus Maschinenbau und IT-Technologie ein neues, zum Patent angemeldetes Bohrverfahren mit einem Bohrdurchmesser von 480 mm entwickelt.




Was bedeutet W H D ?

Der Name WHD - WATER HYDRAULIC DRILLING steht für die umweltschonende und in dieser Kompaktheit und Leistungsfähigkeit absolut neuartige Antriebsweise. Die eigentliche Bohreinheit besteht aus drei Hauptbaugruppen, welche ausschließlich von einer Wasserhoch-druckanlage versorgt werden. Der Drehantrieb mit dem Bohrkopf löst und zerkleinert das Bohrgut. Der Molch ist für die Verankerung und für die selbsttätige Schreitbewegung im Schutzrohr zuständig. Die kombinierte wasserhydraulische/elektronische Steuerung regelt und überwacht sämtliche Funktionen.

Mit dem drehenden Bohrverfahren lassen sich horizontale Bohrungen im Aquifer herstellen. Diese werden anschließend zu Filtersträngen ausgebaut. Der Strangausbau kann nach der bewährten PREUSSAG-Kiesmantel-Methode erfolgen. Die Verwendung von ausschließlich klarem Wasser ohne Spülzusätzen führt dazu, dass der Aquifer geschont und der natürliche Kf-Wert nicht nachteilig beeinflusst wird.

Dank des Rücklaufwassers aus der Wasserhochdruckversorgung und zusätzlichen externem Spülwasser können auch Boden- oder Gesteinsschichten durchbohrt werden, in denen nur wenig oder gar kein Grundwasser für den Bohrguttransport zur Verfügung steht. Mit dem WHD-Bohrverfahren sind somit auch Bohraufgaben außerhalb des Brunnenbaus bzw. der klassischen Wasserversorgung durchführbar.







Welche Technik steckt dahinter ?

Bei der Planung und Herstellung der WHD-Bohrtechnik wurden neueste Technologien genutzt, um ein Optimum an Leistungsfähigkeit und Funktionalität zu erreichen. Neue Wege wurden nicht nur bei der Realisierung der kabellosen Signal- und Datenübertragung von der Bohrein-heit zum Hauptrechner beschritten. Die wasserhydraulische/elektronische Steuerung in der Bohreinheit arbeitet und versorgt sich völlig autark. Es ist keine externe Zuführung von elektrischer Energie erforderlich.

Die intelligente Anordnung der Schneidwerkzeuge an den verschiedenen Bohrköpfen er-möglichen eine hohe Richtungsstabilität. Trotz der kompakten Bauweise des Drehantriebes wird aus der Hochdruckwasserversorgung (derzeit ca. 160 bar bei 160 l/min) ein enormes Drehmoment von ca 10500 Nm erzeugt.

Der Molch "verankert" die gesamte Bohreinheit in der Schutzverrohrung über elastomere Spannelemente. Diese sind mit dem gleichen (Wasserhoch-) Druck beaufschlagt, der auch für den Drehantrieb zur Verfügung steht. Nach Erreichen der gewünschten Bohrlänge oder bei erforderlichem Bohrkopfwechsel "schreitet" die gesamte Bohreinheit selbsttätig zum Startschacht zurück. Die patentierten Molchtechnologie bietet darüber hinaus noch weitere Vorteile.







Erfahrungen und weitere Details

Das WHD-Bohrverfahren hat sich in seinem ersten Praxiseinsatz bewährt. Lesen Sie weitere technische Details und die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Praxiseinsatz in der kommenden bbr-Ausgabe.




hier gelangen Sie zum Download des Sonderdrucks aus der bbr 04/09 mit dem Titel: Neues horizontales Bohrverfahren im ersten Praxiseinsatz




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